Unser Weg zu mehr Nachhaltigkeit – gehen Sie ihn mit!

Für die Jugendherbergen des Deutschen Jugendherbergswerkes (DJH) ist Nachhaltigkeit ein grundlegendes Prinzip. Der Leitgedanke, die wirtschaftliche Entwicklung mit sozialen und ökologischen Zielen zu verknüpfen, hat eine lange Tradition. Er spiegelt sich in vielen Bereichen wider – im Leitbild, in der Bewirtschaftung der Jugendherbergen, im Programmangebot. Im Jahr 2014 hat das DJH auf seiner Mitgliederversammlung die Umsetzung einer bundesweiten Nachhaltigkeitsstrategie beschlossen.

Der DJH-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. hat im Jahr 2015 begonnen, diese Gesamtstrategie des Deutschen Jugendherbergswerkes mit konkreten Maßnahmen zu unterlegen. Mit Unterstützung des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie wurde das Projekt „Einstieg in ein nachhaltiges Unternehmenskonzept“ auf den Weg gebracht. Neben einer ersten Datenerfassung, die in Form von CO2-Fußabdrücken für alle 16 Jugendherbergen erfolgt, fokussiert sich der DJH-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern in einer Gruppe von Pilotjugendherbergen zunächst auf die Schwerpunkte Energiemanagement, Verpflegungsmanagement und Programmangebote. Langfristige Zielsetzung ist es, die hier entwickelten und erprobten Maßnahmen in allen Jugendherbergen in Mecklenburg-Vorpommern umzusetzen. Ein erster Schritt war die landesweite Einführung eines vegetarischen Tages zum Saisonstart 2017.

Die Auseinandersetzung mit der Thematik Müll mit dem Schwerpunkt Meeresmüll ist ein weiterer Schritt im Zuge der Ausrichtung der Jugendherbergen auf ein nachhaltiges Handeln.

So wird seit Ende 2017 in der Strandjugendherberge Warnemünde das Pilot-Projekt "Plastik-Diät" durchgeführt. In diesem Projekt des DJH-Landesverbandes MV und der Küsten Union Deutschland e. V. (EUCC-D) wird der Müllverbrauch der Jugendherberge über einen längeren Zeitraum untersucht und Maßnahmen zur Vermeidung entwickelt. Auch wird ein Konzept entwickelt, wie Gäste der Jugendherberge für das Thema Müllvermeidung sensibilisiert werden können. Das Projekt wird in Kooperation mit der EUCC-D durchgeführt und durch das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG M-V) als Maßnahme der Umweltbildung, -erziehung und -information von Vereinen und Verbänden gefördert sowie durch die Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung aus Erträgen der Lotterie „Bingo! Die Umweltlotterie“.