Tradition aus rotem Stein: auf den Spuren der Hanse

Der Begriff der Hansestadt weckt Assoziationen zu historischen Altstädten mit Kopfsteinpflaster und Backsteinfassaden und zu maritimen Ansichten traditioneller Hafenorte. Von den rund 200 deutschen Städten, die Mitglied des mittelalterlichen Kaufmanns- und Städtebundes der Hanse waren, führen heute allerdings nur noch 22 offiziell den Zusatz „Hansestadt“. Sechs davon liegen in Mecklenburg-Vorpommern: Wismar, Rostock mit dem bekannten Stadtteil und Ostseebad Warnemünde, Stralsund, Greifswald, Anklam und Demmin. Sie stehen für historische Stadtbilder mit altehrwürdien Baudenkmalen und für kulturelle Angebote im Freizeit- und Bildungsbereich. Die historischen Altstädte von Wismar und Stralsund wurden zudem von der UNESCO zum Weltkulturerbe als einmalige Zeugnisse mittelalterlicher Seehandelsstädte erklärt, die die Einzigartigkeit des Erbes der Hanse bewahren.

 

Backsteingotik in Mecklenburg-Vorpommern entdecken

Bezeichnend für das Stadtbild der Hansestädte – aber auch vieler anderer Orte im Norden – sind die rot leuchtenden Kirchtürme, Stadtmauern und Bürgerhäuser. Rings um die Ostsee prägen mittelalterliche Backsteinbauten ganze Innenstädte und Straßenzüge. Stein gewordene Zeugnisse längst vergangener Zeiten nehmen ihre Besucher mit auf eine Reise in die Vergangenheit. Die Europäische Route der Backsteingotik verbindet die bedeutendsten Orte, an denen die Zeit der Hanse bis heute am deutlichsten ihre Spuren hinterlassen hat. Etliche davon liegen in Mecklenburg-Vorpommern, so auch die nördlichste Höhenburg Deutschlands in Burg Stargard – mit der Jugendherberge gleich um die Ecke.